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Leistungssport
Die Rennberichte zu den Finalläuften der Junioren-WM in Racice
Die Finals der Junioren-WM hier zum Nachlesen,

Von Tanja Günder

Der erste Finaltag, Samstag, 7. August

Der Vormittag ist ausgefüllt mit Entscheidungen rund um die C- und D-Finals, in denen kein deutsches Boot vertreten ist. Für das deutsche Team beginnt der heutige Renntag erst um 13.30 Uhr mit den ersten Halbfinals. Alle sieben Halbfinal-Läufe finden mit deutscher Beteiligung statt, ebenso die fünf A-Finals. Strömender Regen und herbstliche Kühle begleiten die heutigen Rennen. Teilweise ist der Regen so stark, dass der Startbereich durch die Regenwand nicht mehr zu erkennen war. Die Zuschauer auf der Tribüne frieren nass vor sich hin und feuern dennoch ihre Mannschaften enthusiastisch an. Die Aktiven auf der Strecke sind nach wenigen Schlägen völlig durchnässt. Wahrlich kein großer Spaß für alle Beteiligten.


Juniorinnen-Vierer-ohne

Den Kampf um die Medaillen eröffnen heute Anne Marie Kroll, Isabella Reimund, Leonie Scheuermann und Marie Uhlig. Nach dem Vorlaufsieg rudern sie auf der favorisierten Mittelbahn gegen die Ukraine, Australien, Neuseeland, USA und Spanien. In strömenden Regen können die Vier ihre Leistung heute jedoch nicht voll abrufen. Das Rennen wird bestimmt von den Neuseeländerinnen, die an der Spitze rudernd kaum bedrängt werden. Der deutsche Vierer sortiert sich nach der Streckenhälfte an der vierten Position ein, noch hinter den USA. Die Amerikanerinnen ziehen im Endspurt an den Australierinnen vorbei. Auf den letzten 250 Metern drehen die vier Deutschen noch mal ordentlich auf greifen den Bronzeplatz an. Doch der Angriff kommt zu spät und somit ist es im Ziel zwar knapp aber es bleibt der undekorierte vierte Platz – trotz großer Energieleistung der vier deutschen Mädels.

Sara und Miriam Davids

Juniorinnen-Zweier-ohne

Die Davids-Zwillinge starten auf Bahn fünf in ihr Finale gegen Ungarn, Weißrussland, Rumänien, Griechenland und Bulgarien. Gleich nach dem Start übernehmen die Rumäninnen die Führung vor den Griechinnen. Sara und Miriam liegen nach 600 Metern eine gute Länge dahinter auf dem dritten Platz. Unaufhaltsam ziehen die Rumäninnen an der Spitze davon und bestätigen ihre Favoritenrolle. Griechenland muss abreißen lassen und eher auf die deutschen Zwillinge achten, die sich an ihrem Heck festgebissen haben. Auf den letzten 400 Metern nehmen Sara und Miriam ihr Herz in die Hand und starten einen langgezogenen Endspurt. Zentimeterweise fahren sie an das griechische Boot heran, ziehen gleich mit der griechischen Bootsspitze. Doch das Glück des Ziehenden ist heute auf griechischer Seite. Wenige Zentimeter zurück gewinnen Miriam und Sara die Bronzemedaille.

Junior-Vierer-ohne

Auf der Außenbahn greift der deutsche Vierer mit Philip Hagenau, Gilbert Klinger, Eike Kutzki und Arne Schwiethal ins Finalgeschehen ein. Neben ihnen starten Australien, Großbritannien, Rumänien, Spanien und Kroatien. Das Zepter in der Hand hat von Beginn an der rumänische Vierer, der vor dem britischen Boot das Feld anführt. Dahinter kämpfen die vier deutschen Jungs mit den Kroaten und Australiern um Platz drei. An der Streckenhälfte verschiebt sich das Feld. Rumänien bleibt an der Spitze, dahinter sortieren sich die Briten und die Spanier auf den Plätzen ein. Obwohl es dem deutschen Boot gelingt, die Australier hinter sich zu lassen, schaffen es die Vier nicht mehr, entscheidend an die Medaillenränge heranzurudern. Auch diesem Vierer-ohne bleibt Platz vier im Ziel.


Der Juniorinnen-Doppelvierer mit Ersatzfrau Franziska Kreutzer

Juniorinnen-Doppelvierer

Fabienne Knoke, Stephanie Hang, Caroline Hackler und Wiebke Hein starten in ihr Finale gegen Russland, Rumänien, Weißrussland, die Ukraine und die USA als Favoritinnen. Dieser Rolle werden sie mit einem Blitzstart zum Auftakt auch gerecht. Schlag für Schlag ziehen sie ihren Kontrahentinnen davon und drücken diesem Finale ihren Stempel auf. Dahinter rudern die Ukraine und Weißrussland um die weiteren Medaillen. Uneinholbar geht das deutsche Boot auf die letzten 500 Meter. Durch das hohe Tempo an der Spitze zieht sich das Feld unheimlich weit auseinander. Zwei Längen vor dem Boot aus der Ukraine und nochmals einige Längen vor dem weißrussischen Boot gewinnt das deutsche Mädels-Quartett die erste Goldmedaille dieser Titelkämpfe für sich und den Deutschen Ruderverband.

Juniorinnen-Achter

Im Juniorinnen-Achter heißt es für Carolin Franzke, Anna-Maria Götz, Johanna Soester, Charlotte Siering, Jennifer Schulte, Nadine Seehaus, Ilona Mann, Eileen Wallenhauer und Steuerfrau Amelie Reichwald noch einmal an die Leistung aus dem Hoffnungslauf anzuknüpfen. Schon früh übernehmen die Britinnen die Führung, die das gesamte Rennen dominieren. Dahinter sind es die Boote aus den USA, Rumänien und Deutschland, die um die weiteren Medaillen rudern. Russland und Tschechien fallen weit zurück. Die letzten 250 bringen die Entscheidung um Bronze – oder nicht. Die Goldmedaille geht an Großbritannien, vor den USA, die sich Silber sichern. Deutschland schiebt sich Zentimeter weise an das rumänische Boot heran. Und in diesem Endspurt ist das Glück auf deutscher Seite, die acht Mädels um Steuerfrau Amelie Reichwald erspurten mit einer starken Willensleistung die Bronzemedaille.







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