Herzlichen Glückwunsch zum 1. Geburtstag einer wirklich sehr gut gelungenen Fachzeitschrift, auf die ich eigentlich schon lange gewartet habe. Endlich kann man sich objektiv, unabhängig von Verbandssicht, über den Rudersport informieren.
Insbesondere die Editorials von Arno Boes sind fundierte Leitartikel, in denen konstruktiv, aber wenn es sein muss, auch schonungslos die Schwächen der derzeitigen DRV-Führungsriege kompetent benannt werden.
In diesem Zusammenhang ist es erschütternd, wie würdelos man Hans-Jürgen Bittner verabschiedet hat, den ich jahrzehntelang als einen Mann kennengelernt habe, der sich für den DRV aufgerieben hat. Die karge, unpersönliche "Bekanntmachung" im Internet disqualifiziert den Autor Dr. Danzglock für sein Amt, wie man überhaupt feststellen muss, dass der DRV-Vorstand bei einigen Positionen offensichtlich schlecht aufgestellt ist, wenn man zum Beispiel auch an die Interessenskollisionen eines Renko Schmidt denkt. So besteht die Gefahr, dass das gerade von Athleten und Trainern neu entfachte Feuer der olympischen Periode bis London 2012 schnell wieder verglüht.
Dem Rudermagazin wünsche ich, dass es auch künftig den Finger in die Wunden legt, und dass diese Form des vorbildlichen Fachjournalismus genügend Interessenten findet, damit das Projekt auch eine gesunde wirtschaftliche Basis hat.
Jochen Sprentzel
ARD-Fernsehreporter 1970-2008