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Leistungssport
DOSB beruft die ersten 64 Athleten in seine Jugend-Olympiamannschaft
Aus DOSB-Presse

Insgesamt werden 70 Sportlerinnen und Sportler zu den ersten Youth Olympic Games nach Singapur fahren

Rudern (1/1): Felix Bach (Potsdam), Judith Sievers (Esgrus); Brigitte Bielig (Teamleiterin, Trainerin Rudern)

(DOSB PRESSE) Die erste deutsche Jugend-Olympiamannschaft ist aufgestellt. Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nominierte bei seiner Sitzung am Montag (28. Juni 2010) in Berlin insgesamt 64 Athletinnen und Athleten (32 männliche Starter und 32 weibliche) für die Premiere der Olympischen Jugend-Sommerspiele in Singapur (14. bis 26. August). Weitere sechs Jugendliche (1/5) im Alter zwischen 14 und 18 Jahren kommen in den nächsten Wochen aus den Sportarten Basketball und Schwimmen noch hinzu. Begleitet werden die Athleten voraussichtlich von 34 Trainern, Ärzten, Physiotherapeuten und Betreuern (21/13).
„47 Tage vor dem Auftakt der Spiele hat die erste deutsche Jugend-Olympiamannschaft ein Gesicht bekommen. Damit steigt auch die Aufmerksamkeit für die Jugendspiele“, sagte DOSB-Präsident Thomas Bach: „Wir freuen uns auf die Premiere in Singapur. Es ist ein neues Projekt, das den Sport und die Leistung verbinden soll mit seinen kulturellen und erzieherischen Werten. Es soll zeigen, dass es zum Wesen des Sports gehört, diese Werte zu leben und in die Gesellschaft hinein zu transportieren. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel. Wir tun im DOSB alles, um diese Initiative des IOC zum Erfolg zu führen.“
Deutschland wird in Singapur in 20 der 26 angebotenen Sportarten vertreten sein. Jüngste im Team ist nach aktuellem Stand die 14-jährige Rhythmische Sportgymnastin Jana Berezko-Marggrander (Linkenheim-Hochstätten), Ältester mit 18 Jahren Tennisspieler Kevin Krawietz (Ahorn). 20 der 64 bislang namentlich benannten Athletinnen und Athleten besuchen eine Eliteschule des Sports.
„Natürlich geht es in Singapur auch darum, sportlich erfolgreich zu sein. Wir werden dem inoffiziellen Medaillenspiegel aber keine Beachtung schenken“, sagte DOSB-Leistungssport-Direktor Ulf Tippelt, der Chef de Mission: „Wir hoffen vor allem, dass die Jugendlichen von der olympischen Atmosphäre inspiriert werden und einige schon in zwei Jahren in London, andere in sechs Jahren in Rio de Janeiro bei den Olympischen Spielen für Deutschland erfolgreich sind.“
Die meisten deutschen Starterinnen und Starter kommen in Singapur aus der Leichtathletik (16), nur jeweils einen Teilnehmer gibt es im Badminton, Gewichtheben und Ringen. Insgesamt stehen 201 Entscheidungen an, vergeben werden wie bei den „Großen“ Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. 3600 Athletinnen und Athleten gehen an den Start.
Über die Aktiven hinaus stellt der DOSB in der Medizin-Studentin Karolin Weber aus Landscheid in der Eifel, die in Saarbrücken studiert, eine von 30 Botschafterinnen und Botschaftern für diese Spiele. Der interkulturelle Austausch und die Vermittlung der Olympischen Werte Exzellenz, Freundschaft und Respekt spielen neben dem Sport in Singapur eine ebenso bedeutende Rolle. Dafür gibt es das sogenannte Culture and Education Programm (CEP), in dessen Gestaltung sich der DOSB durch seine Vize-Präsidentin Gudrun Doll-Tepper und den ehemaligen DLV-Prä-sidenten Helmut Digel eingebracht hat. Das CEP besteht aus über 50 Programmpunkten in sie-ben Formaten, die Namen tragen wie „Chat with the Champions“ oder „World Cultural Village“.
In Singapur werden den Nachwuchsathleten im Rahmen des CEP bekannte Sportgrößen als Vorbilder und Mentoren zur Seite stehen. Aus Deutschland sind dies IOC-Mitglied und Ex-Fechterin Claudia Bokel (Wermelskirchen), die Ruder-Olympiavierte Lenka Wech (Saarbrücken) und die ehemalige Badminton-Europameisterin Xu Huaiwen (Bischmisheim).
Auch die Deutsche Sportjugend (dsj) ist in Singapur dabei. Sie entsendet 40 Teilnehmer zu einem Workcamp – Nachwuchs-Trainer, Nachwuchs-Schiedsrichter, Nachwuchs-Reporter und Nachwuchs-Funktionäre. Diese absolvieren ein eigenes Bildungsprogramm vor Ort.
Die deutsche Jugend-Olympiamannschaft wird am 24. Juli (Samstag) beim Youth Olympic Day vor dem Brandenburger Tor von Olympiasiegern und deutschen Top-Athleten verabschiedet. An diesem Tag kommt das Feuer der Jugendspiele auf seiner Reise um die Welt nach Berlin. Von 11 bis 16 Uhr gibt der DOSB als Veranstalter deshalb mit einem vielfältigen Mitmachprogramm einen Einblick in die Idee der Jugendspiele. Gegen 13.30 Uhr trifft dann das Olympische Feuer auf der Bühne des Pariser Platzes ein. Im Rahmen einer gut einstündigen Inszenierung erfolgt dann auch die Verabschiedung des Teams.
Die noch ausstehenden Nominierungen für die Spiele werden getroffen von einer Präsidialkommission mit DOSB-Generaldirektor Michael Vesper, Leistungssport-Vizepräsident Eberhard Gienger, der Vizepräsidentin für Bildung und Olympische Erziehung, Gudrun Doll-Tepper, Präsidiumsmitglied Ingo Weiss, zugleich Vorsitzender der Deutschen Sportjugend, sowie Christian Breuer, dem Athletenvertreter im DOSB-Präsidium.










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