Der leichte Männer-Vierer kämpfte bis ins Ziel hinein, aber dem Endspurt der Dänen konnte er diesmal nichts entgegensetzen. Matthias und Jost Schömann-Finck, Martin und Jochen Kühner waren dennoch mit dem Rennen zufrieden und mit der Silber-Medaille war dies auch ein guter internationaler Saisonauftakt.
Der allerdings hätte auch ganz anders verlaufen können, denn der DRV-Vierer konnte nur im Finale antreten, weil die FISA beide Augen zudrückte. Schon seit vorigem Jahr ist bekannt, dass das von der FES produzierte Boot der Mannschaft nicht den internationalen Regeln entspricht, doch bisher hat die DRV-Leistungssport-Leitung eher desinteressiert auf die entsprechenden Informationen und Aufforderungen zur Klärung reagiert. Axel Müller, in Spanien lebender Deutscher, der vom DRV in Banyoles mit der Mannschaftsleitung betraut war, konnte dann erreichen, dass die Mannschaft nicht ausgeschlossen wurde, sondern mit einer Verwarnung davonkam. Die ist allerdings versehen mit einem deutlischen Hinweis, dass das Boot ab sofort nicht mehr in FISA-Wettkämpfen benutzt werden darf.
Großbritannien war der große Sieger der Rennen auf der Olympiastrecke von 1992. In neun der 14 Rennen fuhren die Briten als Erste über die Ziellinie, die ganz große Konkurrenz war aber auch noch nicht am Start. Dennoch scheint das Team von der Insel im Moment in fast allen Bootsklassen ganz vorne mitzumischen. Die Olympischen Spiele 2012 in der eigenen Hauptstadt London haben da wohl schon jetzt einige Kräfte frei gemacht.