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Kommentare - Leserbriefe
Zum Ausscheiden von Hans-Jürgen Bittner
Hans-Jürgen Bittner

Leserbrief von Werner "Bambi" Löwenstein

Unter der Überschrift "Hans-Jürgen Bittner verlässt den DRV" vermeldet Dag Danzglock für den DRV-Vorstand am 2. 11. 09 in einer kargen Internet-Meldung, dass der "ehemalige Hauptgeschäftsführer des Deutschen Ruderverbandes aus dem Arbeitsverhältnis ausgeschieden" sei.
Nein, Hans-Jürgen Bittner hat nicht "den DRV verlassen", sondern er ist aus dem DRV hinausgeekelt worden. 30 Jahre von seiner 40jährigen DRV-Tätigkeit kenne ich Hans-Jürgen Bittner, und wann immer ich mit ihm zu tun hatte, habe ich ihn als loyalen, kompetenten, arbeitsamen, freundlichen, ausgleichenden und stillen, sich nie in den Vordergrund schiebenden, Menschen erlebt. Er, der kraft seines Amtes immer einen Wissensvorsprung vor den "Ehrenamtlichen" hatte, hat dies nie ausgenutzt, sondern in allen Situationen zum Wohle unseres Sports gewirkt.
Dieser Mann hat ein Stück Nachkriegsgeschichte des Deutschen Ruderverbandes mitgeschrieben, besonders seit 1984 als Nachfolger des unvergessenen Martin Fick.

Dass man ihm zwei Monate vor seinem 40. DRV-Jubiläum gekündigt hat, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Verantwortlichen des Deutschen Ruderverbandes. Das 2003 erarbeitete und vom Oberhausener Rudertag verabschiedete "Leitbild des Deutschen Ruderverbandes" kann hier offenbar keine Rolle gespielt haben. Was passiert in unserer Gesellschaft und wo landet der Deutsche Ruderverband, wenn man so mit verdienten Mitarbeitern, wenn man so mit Menschen umgeht?
Ein in deutschen Ruderlanden nicht ganz unbekannter Freund von mir nennt die Internet-Meldung des DRV-Vorstands eine "barbarische Niveaulosigkeit". Da mir kein treffenderer Ausdruck dazu einfällt, schließe ich mich dem vollinhaltlich an.

Werner Löwenstein
Ehrenmitglied des Kölner Regatta-Verbandes

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Leserbrief von Ingrid Dieterle

Die Veröffentlichung in rudern.de zum Ausscheiden des langjährigen DRV-Hauptgeschäftsführers, Hans Jürgen Bittner, habe ich fassungslos und mit Empörung gelesen. Die Tatsache selbst kam ja nicht unerwartet, aber der Stil dieser Veröffentlichung ist unglaublich, besonders dann, wenn man sie mit der zur Auflösung des achtmonatigen Dienstverhältnisses des DRV-Sportdirektor Michael Gentsch vergleicht! 
Da wird einem "der Verantwortlichen für die positive Entwicklung im Leistungssport" und seine "wichtigen Impulse" gedankt - und das für gerade mal 8 Monate. Nach meinen Informationen war Michael Gentsch an keiner der Weltmeisterschaften (Junioren, U23, A ) verantwortlich beteiligt, sein Interesse an meinem Bereich (Sporthilfe) und seine dort erbetenen Aktivitäten waren marginal. 
Auf der anderen Seite wird in keiner Weise auf die loyale und zuverlässige Arbeit eines Menschens eingegagngen, der fast 40 Jahre lang für den DRV tätig war. Hans-Jürgen Bittners Tätigkeit konnte ich von Anfang an verfolgen. Ich habe seine sorgfältige und gründliche Unterstützung bei vielen Großveranstaltungen  in der Mannschaftsleitung erfahren dürfen, darunter den Olympischen Spielen in Los Angeles, der Junioren-WM in Moskau, um Höhepunkte zu nennen. Ich habe ihn bei vielen Sitzungen als akribisch genauen, kritischen und verantwortungsbewussten Vertreter der "Finanzverwaltung" des DRV erlebt, dessen hohe Reputation bei öffentlichen Stellen (Außenministerium, BMI, Bundesrechnungshof etc) und der SPORTHILFE uns manche Klippe umschiffen und häufig auch zusätzliche Mittel freiwerden ließ!
Ich bin sicher, dass ich mit meiner Wertschätzung von Hans Jürgen Bittner nicht allein stehe!
Ingrid Dieterle

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Leserbrief von Friedhelm Kreiß

Der Verschleiß an Mitarbeitern des DRV ist unter dem in Köln gewählten Vorstand beträchtlich: Müller, Gentsch, Budde und nicht zuletzt Hans-Jürgen Bittner. Was dabei auffällt, ist die unterschiedliche Bewertung der Leistung der Betroffenen.
In meinen Augen ist es mehr als ein Skandal, in welcher Weise Hans-Jürgen Bittner gewürdigt wird. Immerhin war er nahezu 40 Jahre im Dienst des DRV tätig. Dann ist ein lakonischer „Zweizeiler“ im Internet von einem Danzglock, nicht vom Vorsitzenden,  schon beschämend für diesen Verband. Das Ansehen des DRV im Kreis der Mitgliedsorganisationen des DOSB und innerhalb des DOSB beruht in einem hohen Maß auf seiner loyalen, ehrlichen, zuverlässigen und offenen Arbeit des Hauptgeschäftsführers Hans-Jürgen Bittner.
Ich habe Hans-Jürgen Bittner in all diesen Jahren als engagierten Mitstreiter für die Sache erlebt, der korrekt und ideenreich den Dingen ihren Lauf gegeben hat und den im Ehrenamt Tätigen die nötige Unterstützung gab, ohne auf sein Arbeitspensum und auf Überstunden u.ä. Rücksicht zu nehmen. Er hat es verstanden, Kontakte über den Sport hinaus zu knüpfen und so dem DRV manche Vorteile zu vermitteln.
Ich weiss: Das Ausscheiden von Hans-Jürgen Bittner aus den Diensten des DRV ist Fakt. Zu korrigieren aber ist aus meiner Sicht die Form und die Art der Veröffentlichung durch den DRV. Was bislang zu lesen war, ist in meinen Augen ein Skandal und für diesen DRV unwürdig. Ich weiß, dass der DRV diese angemahnte Meldung zwischenzeitlich auf seiner Internetseite weit nach hinten gerückt hat, wo man sie kaum noch findet. Auch das zeigt, wie unsensibel man hier agiert. Das beweist nur, dass die Kritik an der Sache ihre Berechtigung hat.
Der DRV hat sich in Oberhausen ein Leitbild gegeben, es wurde einstimmig verabschiedet. Dieser Vorstand hat dieses Leitbild offensichtlich noch nie in die Hand genommen.
Friedhelm Kreiß
Ehrenmitglied des DRV - eines Verbandes auf dem Weg zur Unehrenhaftigkeit

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Anmerkungen zur "Ablösung" des Hauptgeschäftsführers Hans-Jürgen Bittner.

In einer Kurznotiz von sechs Zeilen teilt der DRV-Vorstand mit, dass der langjährige Hauptgeschäftsführer Hans-Jürgen Bittner mit Wirkung vom 31.Oktober 2009 aus den Diensten des DRV ausgeschieden ist. Außerordentlich dürftig fürwahr.
Jeder, der sich in der Geschichte des DRV einigermaßen auskennt, muss ob dieser Art der Information empört sein. Fragen des Stiles und des Taktes sind die Sache des derzeitigen DRV-Vorstandes nicht. Man kann sich dann ob der Veröffentlichung von Dr.Dag Danzglock zum bevorstehenden Ausscheiden des Sportdirektors Michael Gentsch, dessen Anstellung von Fachleuten von vornherein als Fehlentscheidung angesehen wurde, nur wundern. Nach welch seltsamen Kriterien wird hier vorgegangen ?
Wenn man denn die Leistungen von Hans-Jürgen Bittner für den DRV aus Unkenntnis nicht einzuschätzen weiß (oder will), gibt es doch immerhin die Möglichkeit, bei ehemaligen Vorstands- oder Ausschussmitgliedern, die lange Jahre mit Hans-Jürgen Bittner zusammengearbeitet haben, Erkundigungen einzuholen.
Ich nehme für mich in Anspruch, über solche Erfahrungen zu verfügen – eben weil er mir Jahrzehnte, beginnend in seiner Zeit als „Adjudant“ seines legendären Vorgängers Martin Fick – im Bereich des Leistungssportes vom Jugend- bis zum Erwachsenenbereich zur Seite gestanden hat. Natürlich waren wir nicht immer einer Meinung, aber wir hatten ein gemeinsames Ziel. Das zu erreichen war wichtig. Er war ein anerkannter Verhandlungspartner bei oft schwierigen Gesprächen mit BAL/DSB, BMI und Bundesverwaltungsamt etc. wenn es um die Finanzierung des Leistungssportes ging. Er hat dem Verband so manches Mal zusätzliche Möglichkeiten verschafft.
Ich konnte mich auf seine loyale Zusammenarbeit z.B. bei der Mannschaftsleitung in allen Bereichen stets verlassen. Er hat bei den verschiedenen internationalen Meisterschaften unlösbar erscheinende Probleme lösbar gemacht. Wenn der DRV-Vorstand davon keine Kenntnis hat, ist dies nicht die Schuld des Hans-Jürgen Bittner.
Hans-Jürgen Bittner hat unserem DRV in vielerlei Hinsicht "gedient" - eine Ablösung in der geschehenen Form hat er nicht verdient.
Die Vorgehensweise des Vorstandes ist – gelinde ausgedrückt – äußerst befremdlich. Man kann sich für diesen Vorstand unseres Verbandes nur schämen.

Klaus Harder
Ehrenmitglied des Deutschen Ruderverbandes.








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