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Personalien
Leserbrief
RUDERMAGAZIN Februar 2009

Das Rudermagazin Februar 2009
Stilfragen

Lieber Ruderkamerad Arno Boes,

zu den ersten drei Ausgaben von „Das Rudermagazin“ gratuliere ich Dir von ganzem Herzen. Bitte fahre fort auf Deinem Weg der offenen und kritisch-distanzierten Begleitung des Verbandsgeschehens, welche sich deutlich und wohltuend von der Hofberichterstattung früherer Jahre unterscheidet.
Zu Recht forderst Du vom Vorstand des DRV einen Stil ein, der von Offenheit, sachlicher Richtigkeit, aber auch von gegenseitigem Respekt geprägt sein soll. Bitte lege den gleichen Anspruch aber auch Deiner geschätzten journalistischen Arbeit zu Grunde.
Man kann Arbeit und Entscheidungen des stellvertretenden Vorsitzenden des DRV Stefan Grünewald-Fischer kritisch hinterfragen und je nach eigenem Standpunkt evtl. auch Fehler darin sehen. Aber die Achtung vor dem Menschen und der Respekt vor seiner geleisteten Arbeit dürfen dabei nicht unzulässig zurückstehen.
Bereits in „Feuer in der Hütte“ (Rudersport September 2008) wird Grünewald-Fischer in Deinem Kommentar nicht nur – richtigerweise - die Verantwortung für die Ergebnisse der Olympischen Regatta zugeordnet, sondern auch seine Haltung zu „Ehre, Anstand und Selbstachtung“ offen in Zweifel gezogen. Auch sein beruflicher Hintergrund als Offizier der Bundeswehr ist für die Bewertung unseres Abschneidens in Peking sowie die daraus zu ziehenden Konsequenzen völlig unerheblich.
Nun unterstellst Du Grünewald-Fischer im RM 2/2009 unlautere Einflussnahme auf Antragsteller zum Grundgesetz des DRV. Jedoch gehört wohl der Hinweis auf die Notwendigkeit einer Bezugnahme auf den aktuell vorliegenden Textentwurf des Grundgesetzes objektiv zu den Aufgaben des Vorstandes. Auch die Befähigung für eine souveräne Versammlungsleitung hat er bereits unter Beweis gestellt.
Dass Stefan Grünewald-Fischer Verantwortung übernimmt und sein Amt auf dem Rudertag zur Verfügung gestellt hat war seit langem bekannt. Bei einem Sieg des Achters in Peking wäre er für Jahre der Held gewesen. Wer entscheidet, kann fehlentscheiden, nur nicht zu entscheiden wäre falsch. Die Ursachen der zahlreichen Misserfolge von Peking sind aber trotz seines Rücktritts mit Sicherheit nicht an einer einzigen Person festzumachen.
Stefan Grünewald-Fischer hat sich Jahrzehnte in Vereinen und Verbänden unseres DRV eingebracht, zuletzt acht Jahre sehr engagiert unseren LRV Rheinland-Pfalz geführt und viereinhalb Jahre für den DRV – auch sehr erfolgreich – den Leistungssport verantwortet. Ihm gebühren unser Dank und auch Respekt vor seiner geleisteten Arbeit.
Dr. Andreas Bachmann, RV Ingelheim 1920 e.V.








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