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In Memoriam
Matthias Schmortte
Matthias Schmortte

In einer bewegenden Trauerfeier nahmen fast 80 Mitglieder des Limburger Club für Wassersport Abschied von ihrem Ehrenmitglied Matthias Schmortte. Auch ca. 20  Ruderer von befreundeten Vereinen ließen es sich nicht nehmen, Matthias die letzte Ehre zu erweisen. Unfassbar für alle Angehörige und Freunde ist er am 6.1.2008  im Alter von 48 Jahren freiwillig aus dem Leben geschieden.
Matthias war ruderisch ein wahrer Meister seines Faches. Er war ein Ausnahmetalent, wurde als Leichtgewicht u.a. 6 x Deutscher Meister im Zweier und im Achter und hat Deutschland international vertreten. 
Matthias war immer freundlich und zuverlässig, körperlich sehr leistungsfähig und hatte ein phänomenales Rudergefühl. Auch deshalb war er in ganz Ruder-Deutschland ein gern gesehener Bootskamerad und ein beliebter Gesprächspartner.
Noch 4 Wochen vor seinem Tod sprach Matthias über sein Ziel, seinen 250. Rudersieg noch vor seinem 50. Geburtstag erringen zu wollen. 1 Woche vorher startete er noch beim Silvesterlauf in Frankfurt. Matthias wirkte munter und ehrgeizig - wie immer. Nichts deutete auf die Tragödie hin, die ihn 1 Woche später ereilen sollte.
Im Limburger Club für Wassersport hat sich Matthias in den über 30 Jahren seiner Vereinszugehörigkeit in vielerlei Hinsicht engagiert. Trotz seiner ständigen Zeitnot war er hilfsbereit und immer für ein Späßchen zu haben. Besonders die Sorgen und Nöte seiner Ruderkameraden lagen ihm sehr am Herzen.
Wie konnte es trotzdem zu dieser Tragödie kommen? Matthias war beim Rudern  immer ein großer Kämpfer gewesen, kannte keine Angst, nur Respekt. Seine Familie und wir Ruderer sind ratlos und maßlos traurig. Offensichtlich hat ihn ein uns allen unbekanntes Inneres zu dieser Kurzschlusshandlung getrieben. Das war jedenfalls nicht der Matthias, den wir alle kannten. Die Erinnerung an den Matthias, den wir alle so gern mochten, wird uns in der Zukunft helfen, dieses  schlimme Ereignis zu verarbeiten.
Das tiefe Mitgefühl aller Ruderer gilt seiner Familie, die Matthias sehr wichtig war. Seine Frau Gudrun war zufrieden, und die Kinder Rebecca und Simon hatten einen Papa, der alles für sie getan hätte. Sie müssen jetzt die schwersten Tage ihres Lebens ohne ihren Matthias meistern.
Wir alle haben einen sehr wertvollen Menschen verloren, den wir noch sehr lange leidvoll vermissen werden.
Der letzte Weg von Matthias wurde von einer riesigen Menschenmenge begleitet. Jeder, der es ermöglichen konnte, nahm an der Trauerfeier teil. Verhinderte Ruderkameraden schickten Beileidsbekundungen sogar aus dem Ausland.
Lothar Rompel








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