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Leistungssport
3 Medaillen in den olympischen Finals
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Wech/ Derlien holen Gold

Der Deutsche Ruderverband (DRV) geht mit 3 Medaillen beim Finale des Ruder-Weltcups in Poznan (POL) in die entscheidenden Trainingslager knapp 7 Wochen vor den Olympischen Spielen. Damit holt der DRV hinter Großbritannien den zweiten Platz in der Weltcup-Gesamtwertung. Der Weltcup-Gesamtsieg geht an den leichten Frauen-Doppelzweier mit Marie-Louise Dräger (Rostock) und Berit Carow (Hamburg).  "Zuerst einmal möchte ich den Weltcup-Gewinnern Berit Carow und Marie-Louise Dräger herzlich gratulieren. Auch den Medaillengewinnern gilt mein Glückwunsch. Poznan war für die Disziplingruppen, die hier waren, eine wichtige Standortbestimmung. Wir haben heute eine sehr ansprechende Leistung im Achter gesehen. Jetzt gilt es im Trainingslager auf dieses Potential aufzubauen und die Mannschaft richtig zusammen zu bringen", so DRV-Sportvorsitzender Stefan Grünewald-Fischer.
Das erste deutsche Boot in den olympischen Finale holte souverän und unangefochten die Goldmedaille. Lenka Wech (Saarbrücken) und Maren Derlien
(Hamburg) dominierten das Feld um die ehemaligen Weltmeister aus Neuseeland und die Olympiasieger aus Rumänien nach Belieben und gewannen in guten
7:25,94 min. Das junge Duo mit Felix Drahotta und Tom Lehmann (Rostock), das heute in einem sehr spannenden Rennen auf den letzten Metern noch den fünften Platz errudern konnte, hat sich für eine Nominierung im Kleinboot ins Spiel gebracht. "Das war eine sehr erfreuliche Leistung, die die beiden jungen Athleten hier heute abgeliefert haben", so DRV-Sportdirektor Michael Müller.

Im Frauen-Doppelzweier mussten sich Juliane Domscheid und Jeannine Hennicke (beide Potsdam) mit dem sechsten Platz begnügen, zeigten aber Potential für die kommende Olympiade auf. Im Männer-Doppelzweier setzen die beiden Norddeutschen Daniel Makowski (Hamburg) und Rene Burmeister (Rostock) die Marschroute vom Trainer sehr gut um und ruderten auf den letzten 500m mit der zweitschnellsten Zeit auf einen sehr guten vierten Rang in diesem Klasse-Feld.

Der Männer-Vierer ohne mit Philip Adamski (Mannheim), Hans-Jörg Käufer (Ulm), Toni Seifert und Gregor Hauffe (beide Leverkusen) kann heute die Galavorstellung auf den letzten Metern nicht bestätigen, es reicht aber trotzdem für einen guten vierten Platz hinter den Niederländern, den Briten und den überraschend stark rudernden Slowenen.

Marie-Louise Dräger (Rostock) und Berit Carow (Hamburg) können sich heute steigern und mit einem überragenden Rennen die Silbermedaille einfahren.
Darüber hinaus gewinnen sie den Gesamt-Weltcup in dieser Bootsklasse.

Frauenachter fehlt das Quentchen Glück

Der Männer-Doppelvierer mit Stephan Krüger (Rostock), Rene Bertram (Magdeburg), Hans Gruhne (Potsdam) und Schlagmann Christian Schreiber
(Halle) fährt ein starkes Rennen und kommt auf dem vierten Platz knapp eine dreiviertel Länge hinter der Bronzemedaille ins Ziel.  Sieger ist Italien, dahinter die Franzosen und die Polen. Ein Luftkasten fehlt auch dem Frauenachter auf die Spitze, als es auf die letzten Meter geht. Hier kann sich der Olympiasieger aus Rumänien noch einmal steigern und mit einer Hundertstel Vorsprung die Kanadier schlagen, der Frauenachter wird im Endspurt noch von den Britinnen aus den Medaillenrängen verwiesen.

Deutschland-Achter geht gestärkt aus Poznan
Der Deutschland-Achter hat sich im Bahnverteilungsrennen auf den ersten Metern kompakt gezeigt, doch heute bestimmen die Briten die ersten 1000m und legen sich mit 2,35 sec in Front. Auf dem dritten Teilstück kann der polnische Achter, der in Luzern nur mit einem Bugkasten vom "alten" Achter geschlagen wurde, klar distanziert werden. Auch der Abstand zu dem britischen Achter, der mit Colin Smith und Alex Partridge entscheidet im Vergleich zu Luzern verstärkt wurde, wird konstant gehalten. Auf dem letztem Teilstück fährt der britische Achter noch knapp eine Sekunde heraus, so dass am Ende 3,70 sec auf den siegreichen Achter von Großbritannien fehlen.
Schlagmann Matthias Flach: "Ich bin wirklich optimistisch. Man muss bedenken, dass zwei stärkere Ruderer bei den Briten rein kamen. Wir haben heute den Polen den Zahn gezogen und sie klar distanziert. Wir sind auf dem richtigen Weg, haben aber noch viel zu tun. Ich habe große Lust mit diesen Jungs das anzugehen!"

Oliver Palme

 








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