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Neues aus der Welt des Sports
DOSB-Präsidium zieht positive Halbzeitbilanz
Aus DOSB-Presse

Rückblick auf die Olympischen Spiele von Peking im Mittelpunkt der Klausurtagung

(DOSB PRESSE) Vom 19. bis zum 21. Oktober 2008 trat das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in der Sportschule Hennef zu seiner 22. Sitzung zusammen. Die Klausurtagung fand ziemlich genau zur Halbzeit der Wahlperiode des ersten Präsidiums des DOSB statt. Folgerichtig hat sich das Führungsgremium intensiv mit den Ergebnissen der ersten Hälfte der Wahlperiode und einem Ausblick auf die zweite Hälfte befasst. Dabei wurde festgestellt, dass die im Arbeitsprogramm niedergelegten Vorhaben, wie sie die Mitgliederversammlung im Dezember 2006 in Weimar verabschiedet hatte, in weiten Teilen bereits erledigt sind. Zugleich wurden sieben Arbeitsschwerpunkte für die zweite Hälfte benannt, darunter die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele in München 2018, aber auch die Intensivierung der Vereinshilfe und Vereinsförderung, die Durchsetzung einer weiteren Erhöhung der Spitzensportförderung und eine Bildungsoffensive.

Natürlich gehört auch der fortgesetzte Kampf gegen das Doping zu diesen Schwerpunkten. Dabei äußerte sich das Präsidium unzufrieden darüber, wie die staatlichen Ermittlungsbehörden bislang mit den Möglichkeiten des verschärften Arzneimittelgesetzes umgehen. Es erwartet, dass die Staatsanwaltschaften - eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft haben die Justizminister bekanntlich gegen das Votum des DOSB leider abgelehnt - Ermittlungsverfahren gegen die Hintermänner auch der aktuellen Dopingfälle eröffnen.

Zur Weiterentwicklung des Sportabzeichens hatte das Präsidium eine Projektgruppe eingerichtet, die nun in Hennef durch ihren Vorsitzenden Frank Wittchen, und die Direktorin der Führungs-akademie, Gaby Freytag, einen Zwischenbericht gab. Nach einer sehr intensiven Diskussion stellte das Präsidium die Weichen für eine Neupositionierung des Sportabzeichens, die der Mitgliederversammlung im nächsten Jahr zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll.

Breiten Raum nahm die Auswertung der Spiele der XXIX. Olympiade in Peking ein. Die Rahmenbedingungen der Teilnahme der deutschen Mannschaft haben sich nach Auffassung des Präsidiums durchweg bewährt. Die Nominierungshoheit des DOSB wurde in allen Konfliktfällen bestätigt, nicht zuletzt auch vom höchsten Sportgericht CAS, das die Nominierung von Rainer Schüttler auch gegen das Votum des Internationalen Tennis-Verbandes für Rechtens erklärt hatte. Die erstmals mit allen 440 Athleten geschlossene Athletenvereinbarung hat sich ebenso bewährt wie die Ehren- und Verpflichtungserklärung, die sämtliche Trainer, Betreuer, Ärzte und Physiotherapeuten zu unterzeichnen hatten. Die Organisation der Teilnahme der Mannschaft wurde als ausgesprochen positiv bewertet, einschließlich des konsequenten Anti-Doping-Managements. Das gleiche gilt für die sportmedizinische Betreuung, die Medienarbeit und die Arbeit der Mannschaftsleitung vor Ort.

Drei Ziele - so die Bilanz des DOSB-Präsidiums - wurden in Peking erreicht: Die deutsche Mannschaft war erfolgreich und kletterte in der Nationenwertung von Platz 6 auf Platz 5, sie erreichte ihre Erfolge ohne Doping, und sie stellte sich als würdiger Botschafter unseres Landes dar. Dennoch - so hieß es - „kann dieses positive Fazit nicht überdecken, dass es neben Licht auch Schatten gab. In einigen Sportarten gab es enttäuschende Resultate; genau hier müssen und werden wir ansetzen. Positiv ist, dass wir schon im Vorfeld der Spiele konkrete Zielverein-barungen mit allen Verbänden auf dem Weg nach London 2012 geschlossen hatten, die es jetzt umzusetzen gilt. Die Mitarbeiter unseres Geschäftsbereiches Leistungssport bereiten derzeit eine detaillierte Analyse für die Mitgliederversammlung in Rostock-Warnemünde vor, aus der dann die notwendigen Konsequenzen zu ziehen sind“.

Schwerpunktthema der DOSB-Mitgliederversammlung am Samstag, 6. Dezember 2008, wird das Verhältnis des Sports und seiner Vereine zu den Städten und Gemeinden sein. Prof. Dr. Hartmut Häußermann, Institut für Sozialwissenschaft der Humboldt-Universität Berlin, wird eine Einführung geben; anschließend stellt sich stellvertretend für alle anderen Sportvereine der letztjährige Preisträger der „Sterne des Sports“, der Integrative Treff aus Rostock, vor. Abgerundet wird dieser Tagungspunkt durch einen entsprechenden Entschließungsantrag zum Thema, den das Präsidium der Mitgliederversammlung vorlegt.

 

 








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