Drei Frauen gehören dem Vorstand der Deutschen Sportjugend an
(DOSB PRESSE) Drei Frauen gehören dem neu gewählten Vorstand der Deutschen Sportjugend (dsj) an. Die Vollversammlung der dsj bestätigte bei der Vollversammlung am 25./26.10.2008 in Freiburg Ingo Weiss, (45) aus Münster, Deutsche Basketballjugend, einstimmig als ersten Vorsitzenden. Zweite Vorsitzende ist Monica Wüllner (39), Stuttgart, Baden-Württembergische Sportjugend, die bisherige Sprecherin der Ständigen Konferenz der Landessportjugenden. Grit Sonntag (23), aus Meerane, Sportjugend Sachsen, wurde neu in den Vorstand gewählt. Zuständig für Finanzen bleibt Ralph Rose (43), Berlin, Deutsche Baseball- und Softballjugend. Ebenfalls in ihrem Amt bestätigt wurden: Martina Bucher (24), München, Bayerische Sportjugend; Benjamin Folkmann (29), Köln, Deutsche Fußball-Jugend (DFB) und Jan Holze, (27), Neubrandenburg, Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern. Der in allen Positionen mit 435 Stimmen einstimmig gewählte Vorstand der Deutschen Sportjugend hat damit ein Durchschnittsalter von rund 30 Jahren.
DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach kommentierte den Ausgang der Wahl mit den Worten: „Sie haben mit der Wahl in die Zukunft des DOSB gegriffen, denn Sie haben schon mal vorgelegt mit drei Frauen in Ihrem Vorstand.“ Er hoffe, dass sich das auch positiv auf die Mitgliedsorganisatio-nen des DOSB auswirke. Auch die Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung des DOSB, Ilse Ridder-Melchers, begrüßte es, dass die dsj die Anzahl der Frauen im Vorstand vervielfältigt hat. Der Bericht des dsj-Vorstands zur Vollversammlung zeige, was sport- und gesellschaftspolitisch von der dsj geleistet werde. Sie betonte, dass Frauen und Jugend viele Schnittmengen in ihren Zielen haben. DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper hatte der Deutschen Sportjugend bereits am Vortag bestätigt, dass sie tatkräftig daran mitgewirkt habe, dass der DOSB sich sehr gut positionieren kann. Er sagte: „Sport für Kinder war noch nie so wichtig, wie er heute ist.“
Der Zukunftspreis der Deutschen Sportjugend, der im Rahmen der dsj-Vollversammlung verliehen wurde, ging an den Osnabrücker Turnerbund von 1876 e.V. mit dem Projekt „Kinderbewegungs-zentrum“, der für das innovative und nachhaltige Bewegungskonzept, mit dem eine breite Bewegungs-Basiskompetenz vermittelt wird, ausgezeichnet wurde. Den zweiten Preis erhielt der Sport-Club 28 Nordwalde e.V. mit dem Projekt „Kinder schaffen das - ihr Baumhaus Projekt“. Der Sporttreff Karower Dachse e.V. aus Berlin wurde für das Projekt „Instrumenten- und Sportartenkarussell“ mit dem dritten Preis ausgezeichnet.
Der Erste Bürgermeister der Stadt Freiburg, Otto Neideck, bezeichnete die Delegierten der Vollversammlung der Deutschen Sportjugend in seinem Grußwort als „wichtige, positive Lobbyisten“. Im Leitbild der dsj sei keine Fragestellung vernachlässigt, die für unsere Gesellschaft von Bedeutung ist. Dieter Schmidt-Volkmar, Präsident des Landesssportverbandes Baden-Württemberg, forderte, dass Kinder- und Jugendpolitik ein fester Bestandteil der Politik sein müsse, und Georg Wacker, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, betonte, dass Sportvereine die Schule des Ehrenamtes sind, ohne die unsere Gemeinschaft nicht lebensfähig wäre.
Die Delegierten verabschiedeten eine Resolution unter dem Titel „Das Freiwillige Soziale Jahr im Sport muss Bildungsjahr bleiben“, in der die Auswirkungen des neuen Freiwilligendienstgesetzes auf das Freiwillige Soziale Jahr im Sport thematisiert werden.
Prof. Dr. Nils Neuber von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gelang es, mit seinem Vortrag „Bildungspotenziale im Kinder- und Jugendsport“ neue Perspektiven auf ein altes Thema zu eröffnen. Er zeigte auf, dass der Sportverein als Ort der außerschulischen Bildung besonders auch im informellen Teil Wirkung auf unterschiedliche persönliche Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen hat. In fünf Foren diskutierten die Delegierten aktuelle Themen wie G 8 und die Auswirkungen auf den Sportverein, Gesundheitsförderung durch Sport - Prävention von Übergewicht und Adipositas, Umgang mit Rechtsextremismus im Sport, Personalentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport und die Wirkungen internationaler Jugendbegegnungen.
Die Direktorin der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland (IJAB), Marie-Luise Dreber, betonte die gute Zusammenarbeit mit der Deutschen Sportjugend als einem verlässlichen Partner und zitierte in ihrer Zusammenfassung der Forumsergebnisse u.a. eine Langzeitstudie, die belegt, dass internationale Jugendbegegnungen auch nach 6 bis 10 Jahren noch positive Wirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung zeigen. Günter Franzen (Bayerische Sportjugend) und Tim Seulen (Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband) stellten sich bei der Vollversammlung der Deutschen Sportjugend nicht mehr zu Wahl. Der bisherige 2. Vorsitzende der dsj, Günter Franzen, wurde für sein ehrenamtliches Engagement mit der höchsten Auszeichnung der Deutschen Sportjugend, dem Diskus, geehrt und mit stehenden Ovationen verabschiedet.