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| Uni-Regatta in Versailles |
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| Tübinger in Versailles |
Königliche Atmosphäre und Algen
Ende Mai folgte der Männerachter der Universität Tübingen der Einladung zur „Trophée des Rois“ im Schlosspark von Versailles. Auf einem Kanal direkt vor dem Schloss der französischen Könige starteten einige der besten französischen Hochschulachter. Vor drei Jahren wurde neben der traditionellen Regatta auch ein hochkarätiges Einladungsrennen veranstaltet, bei dem der Deutschlandachter vor Frankreich und Großbritannien siegte. So fühlten sich die Tübinger Uni-Ruderer durch die Einladung besonders geehrt und reisten motiviert nach Paris. Von den Gastgebern der Hochschule ESSEC im Nordwesten der französischen Hauptstadt wurden sie bei ihrer Ankunft am Vorabend der Regatta sehr herzlich empfangen. Und die Streckenverkürzung von 1000 auf 500 Meter wegen übermäßigem Algenwachstum im Kanal machte der guten Stimmung daher kaum Abbruch. Am nächsten Morgen zeigten sich die Tübinger vom Schlosspark und der Strecke sehr beeindruckt. In einem Prolog am Vormittag sollte die Rangliste für die Vorläufe des Nachmittags ausgefahren werden. Nachdem mehrere Achter aber größere Probleme mit den Algen in den Uferbereichen hatten, mussten die Veranstalter den geplanten K.O.-Modus zugunsten von zwei weiteren Einzelzeitfahren um den Sieg aufgeben. Der Tübinger Achter mit Philipp Stiel, Felix Tabbert, Arseny Sokolov, Jasper Schüll, Markus Schnitzer, Martin Schröder, Jonas Heimbach, David Frohn und Steuerfrau Silke Schmieder sicherte sich im ersten der beiden Durchläufe die zweitbeste Zeit der 11 gestarteten Männerachter. Der großartige Blick auf das Schloss nach dem Zieldurchlauf ließen danach die ordentlich angesäuerten Muskel vergessen. Im zweiten Lauf gaben die Tübinger ihr Bestes, um den Rückstand von 3 Sekunden auf die Mannschaft der HEC Paris aufzuholen. Doch auch die Drittplatzierten der Französischen Hochschulmeisterschaften konnten ihre Zeit noch verbessern, so dass der deutsche Achter dennoch mit 1,7 Sekunden das Nachsehen hatte. Im Anschluss an die Regatta feierten alle Ruderer gemeinsam bei Snacks und Sekt in einem nahe gelegenen Restaurant. Danach machten sich die Tübinger auf den Rückweg nach Deutschland. Ein Teil der Mannschaft ging am Folgetag noch bei der Regatta Heidelberg an den Start, um für die Deutschen Hochschulmeisterschaften zu testen. Der besondere Charme, die überwältigende Gastfreundlichkeit und die imposante Kulisse machten die „Trophée des Rois“ zu einer unvergesslichen Erfahrung. Und mit einigen der französischen Teams gibt es wohl ein Wiedersehen beim Tübinger Herbstsprint am 18. Oktober.
Arseny Sokolov
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