Die Vergabe der Weltmeisterschaften 2011 wird erst auf dem Kongress des Weltverbandes am 3. September 2007 in München erfolgen. Abweichend vom bisherigen Prozedere spricht der FISA-Vorstand (Council) keine Empfehlung für den Austragungsort aus, sondern überlässt dem Kongress die Entscheidung zwischen Bled in Slowenien und dem Rotsee im schweizerischen Luzern. Aus dem Rennen scheint dagegen Amsterdam, dass sich ebenfalls beworben hatte. Da die WM 2011 genau wie die WM in München als Olympiaqualifikation (2012 in London) ausgefahren wird, legt der Weltverband im Sinne der Athletinnen und Athleten größten Wert auf möglichst faire Wasserverhältnisse auf allen Startbahnen. Hier haben Luzern und Bled mit ihren von Bergen eingesäumten Naturseen eindeutige Vorteile gegenüber der Bosbaan in Amsterdam. Den Niederländern steht es jedoch frei, sich ebenfalls auf dem Kongress zu präsentieren. Sie hatten bereits zweimal das Nachsehen, für 2009 gegenüber dem polnischen Poznan und 2010 verzichteten sie auf dem Kongress 2006 zu Gunsten des Lake Karrapiro in Neuseeland. Zur Tradition der FISA gehört es, einmal im Zyklus von vier Jahren die WM ausserhalb Europas auszutragen. Dies war zuletzt 2005 im japanischen Gifu der Fall.
Auch die WM 2007 wurde erst auf dem Kongress 2003 nach München vergeben, damals hatte das FISA-Council mit Aiguebelette (FRA) und der Olympiaregattabahn im Norden der bayrischen Landeshauptstadt ebenfalls zwei Kandidaten zur Abstimmung vorgeschlagen.