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Leistungssport
Bernburger Ruderregatta am 05./06. Mai 2007
Regatta in Bernburg

Der Regattastandort wieder im Aufwind

Das Bernburger Schloss und der maigrüne Saalestrand boten eine wunderbare Kulisse für die 111. Bernburger Ruderregatta. Bei strahlendem Sonnenschein gingen an beiden Tagen ca. 400 Ruderinnen und Ruderer aus 37 Vereinen und Renngemeinschaften in 146 Rennen an den Start. Der Bernburger Ruderclub e.V. als Veranstalter hatte wieder maßgeschneiderte Rahmenbedingungen für die Aktiven aus Sachsen, Sachsen/Anhalt, Brandenburg, Berlin, Bayern und Thüringen geschaffen. Dabei konnte sich der Vereinsvorstand auf viele fleißige Helfer aus den eigenen Reihen sowie auf die Unterstützung durch das Technische Hilfswerk, das DRK und die Wasserwacht verlassen. Besonders die Unterstützung durch das THW ist eine enorme Bereicherung, denn es sorgte wieder mit dem Aufbau der festen Startanlage und der Absicherung der Funkverbindung für optimale Wettkampfbedingungen.
Der Regattastab registrierte mit Freude eine steigende Teilnehmerzahl gegenüber den letzten Jahren. Speziell bei den Jungen und Mädchen vergrößerte sich das Starterfeld Eine Vielzahl von Doppelvierern hatte hier gemeldet. Die zusätzlichen 8 Rennen zum regionalen Ruder -pokal und die sechs in das Programm eingefügten Freizeitrennen rundeten ein attraktives Ruderwochenende ab. Alles zusammen betrachtet, war die diesjährige Regatta wieder mal eine echte Werbung für den Rudersport und für die Stadt.
Erfolgreichster Verein mit 32 Siegen war der Bernburger RC, gefolgt vom Pirnaer RV (26), vom  SC Magdeburg (14), vom Rüdersdorfer RV Kalkberge (13) und vom SSV PCK Schwedt (7). Des Weiteren wurden siegreiche Bootsbesatzungen aus 21 Vereinen geehrt.
In den Rennen zum regionalen Ruderpokal konnte vor allem der Pirnaer RV fleißig Punkte sammeln. Die vier ausgeschriebenen OFF – Rennen wurden alle von den Elbe – Ruderern gewonnen. In den MIX – Rennen überzeugten dagegen die Damen und Herren vom TiB 1848 e.V. Rudern Köpenick, in dem sie den 2x und den 4x- für sich entschieden. Den Frauendoppelzweier gewann der Dresdner RV, den Doppelzweier der Juniorinnen die Wassersport -freunde Burg. Drei Rennen zum rPP fielen aus.
Bei den Jungen und Mädchen der AK 10 – 14 dominierte der Nachwuchs aus Magdeburg, Wittenberg, Bernburg ,Rüdersdorf und Pirna die Szenerie. Dem Zuschauer wurde in diesem Altersbereich alles geboten. So gab es hauchdünne Viererentscheidungen, „ fliegende Steuerleute“, gute Rudertechnik von vielen Bundessiegern des Vorjahres und naturgemäß große Leistungsunterschiede.

Hans-Lutz Ludley wurde verabschiedet.
Äußerst mager fielen die Meldungen bei den Junioren, noch knapper die der Juniorinnen aus. Großboote waren kaum am Start. Lediglich die beiden Doppelvierer  JM 4x+B am Samstag und am Sonntag gingen über die 1000m – Strecke. Es siegten je einmal der BRC und der Schönebecker SC.
Wesentlich spannender und attraktiver gestalteten sich die Rennen der Senioren und der Masters. Guten und harten Wettkampfsport boten zum Beispiel die Männer in allen Viererklassen. Am Samstag gewann die Rgm. BRC/Wiking Leipzig den Vierer ohne mit einer knappen Bootslänge vor der Rgm. BRC/Rotation Schwedt/Frankfurter RC, am Sonntag überquerten beide Boote in der gesteuerten Klasse in umgekehrter Folge die Ziellinie.
Den Männerdoppelvierer gewann der RC im SC Magdeburg überzeugend vor den Booten aus Bernburg und Friedrichshagen. Ein Wermutstropfen – der Männerachter fiel aus, da nur der BRC gemeldet hatte.
Die Mastersrennen, voran die der Vierer und der Achter, zogen ein breites Publikum an. Kein Wunder, denn viele bekannte und bei den FISA - World – Masters – Regatten sehr erfolg -reiche Ruderer saßen in den Booten. Der älteste Teilnehmer, Karl Träger vom RC Roßleben, demonstrierte mit 74 Jahren noch mal seine außergewöhnliche Fitness und feine Technik im Skiff.
Die Regattaleitung entschied sich erstmals in Bernburg bei den Masters Zeitrelationsrennen auszutragen. Geschuldet ist dieser Umstand den vielen Einzelmeldungen. Letztlich ist man sich einig, dass es nur eine Notlösung war, um zu versuchen, für alle einigermaßen faire Startmöglichkeiten zu schaffen. Ob es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben wird, steht noch nicht fest. Eventuell in einer modifizierten Form.
Mit Spannung wurde der Achter am Samstag erwartet, wo sich drei Boote dem Starter stellten. Der BRC ( B) startete mit einem Rückstand von 3 Sekunden auf den Pirnaer RV ( C ) und die Rgm. Halle/ RC am Wannsee ( C ) Letztere nutzten den Bonus konsequent aus und siegten mit deutlichem Vorsprung.
Als Wettkampfrichterobmann fungierte letztmalig der Ruderkamerad Hans-Lutz Ludley von der Rudervereinigung Dessau. Wir gratulieren und sagen Dank für eine beeindruckende Laufbahn. 25 Mal in Folge leitete er mit Umsicht und Fachverstand die Bernburger Ruder-
Regatta.      J.K.







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