Vesper: Staat und Sport müssen die neuen gesetzlichen Möglichkeiten jetzt gemeinsam mit Leben erfüllen
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) begrüßt die vom Bundestag verabschiedeten Gesetzesverschärfungen im Kampf gegen Doping. DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper bezeichnete die Novelle als substantielle Verbesserung gegenüber dem Ist-Zustand und sagte: “Jetzt müssen Staat und Sport gemeinsam den zusätzlichen Handlungsspielraum, den die erweiterten Ermittlungsmöglichkeiten bieten, nutzen.“
Es sei sinnvoll, dass das BKA neue Kompetenzen erhalte. Nun seien die Länder mit ihren Staatsanwaltschaften gefordert. „Wenn wir an die Hintermänner des Doping herankommen wollen, brauchen wir Staatsanwälte, am besten in Schwerpunktstaatsanwaltschaften, die gemeinsam mit der Polizei für Durchsuchungen und die Überwachung von Telefonen oder e-Mailverkehr sorgen. Hier geht es um Offizialdelikte, die Staatsanwälte von Amts wegen zu verfolgen haben. Ich appelliere auch an die Sportorganisationen, alle Informationen, die auf Doping hinweisen, an die Strafverfolgungsbehörden weiter zu geben, um da etwas in Gang zu setzen.“
Vesper äußerte die Erwartung, dass der Bundesrat dem Entwurf im September zustimme, damit die Gesetzesverschärfungen bereits im Oktober in Kraft treten könnten.
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