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Leistungssport
Ostdeutsche Mannschaftsmeisterschaften 2006 in Brandenburg/Havel
Als Wettkampfhöhepunkt nicht geeignet

Das eingespielte Organisationsteam vom Havel-Regatta-Verein v. 1920 hatte an der Brandenburger Regattastrecke am Beetzsee wieder alles bestens im Griff. Man war an diesem schönen Spätsommer-Sonnabend auf einen Wettkampfhöhepunkt eingestellt. Zusammen mit dem Landesruderverband hatte man schon vor Jahresfrist an der Ausschreibung für diese Ostdeutschen Mannschaftsmeisterschaften mit Startmöglichkeiten von den Jungen und Mädchen bis hin zu den Frauen und Männern gefeilt und das Regelwerk geändert in der Hoffnung, die Vereine aus den neuen Bundesländern würden nun den Weg an den Beetzsee finden.
Die Gruppeneinteilung von D bis A wurde nicht mehr nach Leistung und Punktestand mit Auf- und Abstieg vollzogen, sondern richtete sich ausschließlich nach dem Meldeergebnis. Wer für bis zu zehn der ausgeschriebenen 42 Rennen gemeldet hatte, startete in Gruppe D, von 11 bis 15 Rennen in C, von 16 bis 20 in B und mehr als 20 in A. Aber alles half nichts. Nur 13 Vereine, ausschließlich aus Brandenburg, brachten ihre Boote an den Start - viel zu wenig, um für diesen Wettkampf den Zusatz "Meisterschaften" zu verwenden. "Wenn wir etwas Abstand gewonnen haben, müssen wir die ganze Sache noch einmal überdenken. So hat das eigentlich keinen Zweck", äußerte sich auch Jörg Landvoigt, der Chef des ausrichtenden Regatta-Vereins. Und der Zweier-ohne-Olympiasieger von 1976 und 1980 ist von Hause aus ein Optimist...
Die Sache in der Gruppe A war von vornherein klar: Da nur die Potsdamer Rudergesellschaft die Meldekriterien erfüllte, stand der Sieger schon mit dem ersten Rennen fest. Auch in der Gruppe B hatte der Rüdersdorfer RV Kalkberge den Zweikampf mit dem RC Havel Brandenburg schon zur Pause klar für sich entschieden und konnte mit klarem Vorsprung zum Mittagessen gehen.
Spannender ging es da schon in den beiden anderen Gruppen zu. Nicht nur, weil mit jeweils fünf Vertretungen die Konkurrenz gegeben war, sondern weil auch die Ausgeglichenheit der Vereine auf der Tribüne für entsprechende Stimmung sorgte. So konnte der RC Plaue seine Halbzeitführung in der C-Gruppe nicht halten und rutschte noch auf Rang vier ab. Sieger hier mit deutlichem Vorsprung am Ende der Cottbuser RSV.
In der Gruppe mit den kleinsten Mannschaften nahm die SG Elektronik Kyritz den Pokal mit nach Hause. Dem Frankfurter RC und dem RK Werder/Havel fehlten am Ende nur zwei winzige Punkte am Gesamtsieg.      J.K.

 








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